Eine abenteuerliche ECA-Wanderung

ECA Treffen in Neumarkt am Wallersee (14. & 15. Oktober 2017)

Am Vortag noch bei einer Hochzeit, am nächsten Tag mit etwas Verspätung schon am Weg nach Salzburg zum ECA-Herbstreffen in „Neumarkt am Wallersee“. Eine ewige Reise für Enja und die Kinder. Irgendwo im nirgendwo sind wir Dank unseres Navis fündig geworden und haben tatsächlich unser Quartier „Greischbergerhof“ erreicht. Die nette Dame am Telefon hatte uns damals ein Quartier versprochen und wir haben glatt eines bekommen! Es war etwas rustikal und hatte auch die eine oder andere Überraschung zu bieten, für die Kinder war es schlichtweg ein Erlebnishof mit Spielplatz und Streichelzoo. Nach dem Mittagsschmaus wurden noch schnell die Badesachen eingepackt und dann ging es bei herrlichem Wetter ab zum Strandbad, wo die übrigen Eurasier mit ihren Frauchen und Herrchen auf uns warten sollten.

 

Nach einem kurzen Kennenlernen hieß es Abmarsch in Richtung Wenger Moor. „BJ von der Traunseebahn“  ließ sich nicht lange Bitten und nutzte die Gelegenheit im Hafen um Frauchen einen Streich zu spielen. So sprang BJ doch glatt zwischen den ganzen Booten ins tiefe Nass. Den Fotoapparat noch um den Hals, entschloss ich mich diesem fröhlichen Plantschen beizuwohnen, nachdem BJ nicht mehr aus dem Wasser kommen wollte. Tja, die Stufe vom Hafen ins tiefe Nass war dann doch etwas zu hoch für BJ und der Arme schaffte es nicht mehr alleine an Land. Ich wusste sofort, dass niemand besser geeignet sein konnte den Vierbeiner aus dem Wasser zu hieven als ich – ich mit meiner jahrelangen Erfahrung als Baywatch-Seher und umfassenden Rettungsschwimmer-Ausbildung mit Seepferdchen-Abzeichen. Enja wird sich so einiges bei dieser Aktion gedacht haben, denn sie bringt so schnell niemand ins Wasser. Zusammen mit Herrn Petermayer war es schließlich möglich die in Seenot geratene Wasserratte an Land zu ziehen. Danke für diese Erfahrung! Zu dieser Jahreszeit war ich noch nie pitschnass draußen unterwegs! Ich war ja so froh, dass ich diese Erfahrung zu Beginn des Spazierganges machen durfte. BJ steckte dieses Erlebnis gleich weg, denn während des Spazierganges nutzte er jede Gelegenheit sein Fell aufzuweichen…

 

Unsere Kinder hatten die glorreiche Idee die Spitze des Spaziergangrudels anführen zu müssen, bis wir irgendwann in der Pampa alleine dastanden. Es kam hinter uns einfach niemand mehr nach. So kam mir der leise Verdacht, ob da nicht ein paar Eurasier beim Spaziergang geschummelt und eine Abkürzung genommen haben. An einer Lichtung legten wir dann bei „Onkel Toms Hütte“ eine Pause ein und suchten bereits nach einer Möglichkeit in das verlassene Häuschen einzubrechen um uns eine Übernachtungsmöglichkeit einzurichten, als sich urplötzlich eine Eurasier-Gruppe aus dem Gedax näherte.

 

Wir schlossen uns dieser freundlichen Gruppe an als sei nichts gewesen. Wir haben ja nur ein kurzes Päuschen gemacht und meine Sachen getrocknet. Da sie Eurasier bei sich hatten, waren sie vertrauenswürdig. So kamen wir schließlich auch sehr bald wieder zurück zum Hafen.

 

So ein ECA Treffen ist nicht nur anstrengend, sondern auch äußerst lehrreich. Neben ausgiebigen Schwimm- und Konditionstraining kombiniert mit einem Orientierungsmarsch mit Überlebenstraining in der Wildnis, stand am Abend ein Erste-Hilfe-Kurs am Programm. Zuerst war mir nicht ganz klar, geht’s jetzt nach diesen Erlebnissen um uns Zweibeiner oder um die Vierbeiner, aber irgendwann hatte ich dann doch eine Erleuchtung – es ging um die Wollknäuel. Vielleicht lag es auch nur an meiner Müdigkeit, dass ich das vorab versäumt hatte.

 

Nach dem Unterricht durften wir dann endlich zu den Kindern schlafen gehen. Der ECA Vorstand hat es uns erlaubt! In weiser Voraussicht hatte ich bereits am Nachmittag gleich nach Bezug des Zimmers die Vorhänge zugezogen, denn unsere Nicht-Eurasier Nachbarn übernachteten scheinbar am Balkon, direkt neben unserer Küche die auch Durchgangsstraße vom Badezimmer zum Schlafzimmer war. Keine Ahnung auf welche Vorstellung unsere Nachbarn da draußen warteten, jedenfalls gingen die Vorhänge für sie nie auf…

 

Sonntag, der Tag des Herrn, Tagwache in aller Herrgottsfrüh. Als ECA-Spaziergeher-Veteranen wussten wir bereits unser Tagesprogramm entsprechend zu gestalten, um alles unter einen Hut zu bekommen. Schließlich wollten die Kids wieder überall Erster sein. Enja wurde vor dem Frühstück kurz ausgeführt. Wir ließen keine Gelegenheit aus unser Revier zu markieren. Nach dem Frühstück starteten wir mit dem Aufwärmprogramm am Kinderspielplatz, um den Fitmarsch wieder an der Spitze meistern zu können. Ich weiß bis heute nicht wo die Kinder diesen Ehrgeiz her haben. Sonst haben sie den nie, selbst Enja hatte Mühe am Samstag immer vor den beiden zu bleiben, schließlich musste sie das Rudel anführen. Nach einer kurzen Begrüßung durch alle hochrangigen ECAs stand der Anreise zum Startpunkt unserer Wanderschaft nichts mehr im Wege. Diese erfolgte diesmal mobil mit dem Auto. Bei einem Bauernhof schwärmte das ECA Rudel aus und erkundete die Gegend. Wir trieben unsere Hunde derartig vor uns her, sodass wir vor Ankunft des Versorgungsteams an der Pausenstation eintrafen, obwohl sie mit dem Auto unterwegs waren. Also entweder sind wir mittlerweile echt gut drauf, oder das Versorgungsteam hatte sich vertratscht, eine weibliche Schwäche eben. Bei einer wundervollen Aussicht durften wir dann alles aufessen was Fr. Petermayer und ihr Team für uns mitgebracht hatten. Der Landwirt, auf dessen Wiese wir die Aussicht genossen, versuchte derweilen uns mit seinem Heilwasser abzufüllen, aber die ECAs sind doch schon alle sehr geeicht, daher scheiterte dieses Unterfangen.

 

Nach ein paar Posen für das Foto-Team schleppten wir uns bis ans Ziel zu unseren Autos und dann ging es im wohl längsten Eurasier-Auto-Konvoi ab zum „GH Kienberg“. Alle „Nicht-ECA-Autofahrer“ hatten ab nun Wartepflicht an engen Stellen und Kreuzungen. Sah irgendwie lustig aus…diese Autoschlange – zumindest, wenn man Teil der Autoschlange sein durfte!

 

Beim „GH-Kienberg“ wurde die Wartezeit auf das Mittagessen durch eine ECA-Verkaufsvorführung verkürzt, während die Vierbeiner sich ausruhen durften. Gerne hätte ich mich dazu gelegt. Auch wir haben uns wieder mit ein paar Erinnerungsstücken eingedeckt und dürfen uns schon auf das nächste große Treffen freuen. Wir hoffen das nächste Mal ein paar Familienmitglieder begrüßen zu dürfen nachdem es diesmal leider nicht geklappt hatte.

 



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